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das dorfgericht

von Günther Kreidl

Regie: Leitner Helmut

Wer kennt es nicht, das Gerede über einen Mitbürger, welches diesen in arge Bedrängnis bringen kann. Nach dem System der stillen Post werden Gerüchte und Behauptungen in Umlauf gebracht und in Folge Verurteilungen ausgesprochen.


Das Dorfgericht ist immer schnell mit einem Urteil zur Stelle, oft fragt man nicht über Schuld oder Unschuld des Betroffenen. Was oft schon als Spaß begonnen hat, wird zu einem zerstörerischen Instrument unserer Gesellschaft. Die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder, sie bekommt nur andere Namen. War es früher der Rufmord, so ist es heute das "Mobbing" in all seinen Formen.


In dem Stück "das dorfgericht" wird genau dieses Problem behandelt. Missgunst, Neid und das Streben nach Macht sind der beste Nährboden für das Dorfgericht. Eine Frau, deren Schicksal von einer tödlichen Krankheit gezeichnet und bestimmt ist. Eine zweite Frau, die vor Gesundheit strotzt und das blühende Leben in sich hat, aber die Macht auf einem Hof übernehmen will. Ein Mann, der nur einen Erben für den Hof im Auge hat und viele Nachbarn, die voll Missgunst auf die zweite Frau schauen.


Der Neid und die Zwietracht lassen das Dorfgericht seine erste Sitzung abhalten. Das Urteil ist schon längst gefällt worden, bevor der Tod sein erstes Opfer holt und das Schicksal seinen Lauf nehmen kann.