In "Maria Magdalena Traum" von Lothar Greger wird das Leben der Midi in vier Stationen nachgezeichnet, von der Jugend bis ins Alter. Midi, die aus einer Kleinbauernfamilie stammt, hat anfangs große Hoffnungen, die im Laufe der Zeit zerbrechen. Ihr Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben bleibt unerfüllt. Das Besondere an diesem Stück ist, dass vier Schauspielerinnen gleichzeitig auf der Bühne bleiben und jeweils eine Lebensphase von Midi verkörpern. Diese kommunizieren miteinander und zeigen die inneren Konflikte und das Scheitern der Protagonistin, die sich nie wirklich selbst findet. Durch die Musik der Tiroler Hackbrettistin Maria Ma wird die emotionale Tiefe und Atmosphäre der Szenen verstärkt. Das Stück thematisiert die Suche nach Identität und die Schwierigkeiten einer Frau, in einer patriarchalischen Gesellschaft ihr eigenes Leben zu gestalten.