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Der Tiefenlehner

von Ekkehard Schönwiese

Regie: Ekkehard Schönwiese

Tiefenlehner ist ein Hofname, der erstmalig 1312 als einer von mehreren ganzjährig bewirtschafteten Höfen in der Hochregion des Senderstales erwähnt ist. In der Mitte des 17. Jhd wurden aus den Höfen Almen, lediglich zur Sommerbewirtschaftung. Ob der Abgang einer Lawine Grund oder lediglich Anlass des Umsiedeln der Tiefenlehnerischen (Fam.Pröcher) nach Grinzens war, ist nicht bekannt. Die Errichtung des Hofes im Jahr 1654 ist allerdings bezeugt.

Was man erzählt:

Man erzählt sich die Geschichte vom Tiefenlehner, der vor lauter Habgier Holz im Lawinenhang geschlägert hatte und dann für seine Gier von der Natur mit dem Abgang einer Lawine bestraft wurde. Moralisierende Geschichten dieser Art beziehen sich nicht unbedingt auf einen historisch festlegbaren Vorfall. Und so ist auch das vor rund 70 Jahren entstandene Bergdrama von Albin Kugler über den Tiefenlehner eine bunte Mischung von standardisierten Wilderer- und Liebesmotiven.

Was mit der "Bauernbefreiung" schief gelaufen ist:

1849 Haben die Tiefenlehnerischen das Recht zur Bewirtschaftung der Hochalm im Senderstal verloren. Beim Nachforschen landen wir nicht beim Mythos vom geizigen Bauern, sondern bei der Tragödie der "Bauernbefreiung". "Erbpachtbauern" waren nicht die Besitzer und Eigentümer ihrer Höfe sondern lediglich persönlich frei und konnten die Pacht an ihre Kinder vererben.

Das neue Stück "Der Tiefenlehner" von Ekkehard Schönwiese spielt die Geschichte eines Menschen durch, dem die Freiheit versprochen wird und der einsehen muss, dass ihn diese zum Knecht macht. Er dreht durch, richtet seine Ohnmacht und die Aggression gegen sich selbst und stößt alle von sich, die ihm helfen (bzw. von ihm profitieren) wollen.